16. Dezember
 
 
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Hainichwanderer

Schnappschuß der Woche Hainich- 
wanderer
 zerklüftetes Felskliff hoch über dem dunklen Tal
 
Elbelstein und Wilde Jagd
 


Wotan, verbreitete germanische Göttergestalt, führte auf seinem achtbeinigen Pferd Sleipnir die toten Krieger nach Wallhalla. Auf dieses Bild geht die von der christlichen Kirche umgedeutete Vorstellung der aus lauten mißgestalteten Teufeln bestehenden "Wilden Jagd" zurück. Auch unter dem Namen Odin oder am Hainich als "Elbel" bekannt.  siehe Lexikon "W"
 
Die Tage werden immer kürzer, dunkler und kälter. Zeit für Geschichten und Märchen am warmen Ofen. Warum nicht mal eine Sage "begreifen". Im spärlichen Licht eines Dezember-Nachmittags den sagenhaften Elbelstein (etwa 1km von Rudolfs Au' Richtung Kammerforst) erklimmen? Die unzugängliche Felskanzel liegt an einem kleinen, dunklen Nebental, nur rund 100m westlich von der Forststraße. Doch steil und schmierig ist der Hang, das Tal ist hier eng, dicht verwachsen, dunkel und dunstig. Man ahnt die Beklemmung unserer Vorfahren vor diesem Ort. Sagen berichten, dass aus diesem Felsen Wotans (Elbels) Wilde Jagd ausfährt, um ihr Unwesen im Hainich zu treiben.