12.Oktober
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Schnappschuß der Woche Hainich- 
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Schöne Frau (?)



Tollkirsche, strauchartige, ausdauernde Staude, ziemlich häufig auf Kalkboden an Waldrändern, Schuttflächen oder Kahl-schlägen. Nach der Blütezeit *6-8 (braun-violett) erscheinen die schwarz-glänzenden, appetitlich wirkenden Beeren, die jedoch HOCH GIFTIG sind. Früher träufelten Frauen eine Tinktur der Pflanze in ihre Augen, um einen leuchtenden, glänzenden Blick zu erhalten. Daher auch der lateinische Name "belladonna" = "Schöne Frau". Noch heute in der Augenmedizin verwendet.
 
Viele Wesen der Natur, die sich wegen ihrer Giftigkeit nicht verstecken müssen, präsentieren sich als prächtige Erscheinungen. Dies trifft auch auf die Tollkirsche zu, die uns häufig Wegrändern im Wald begegnet. Bis 1,50 m hoch, ist sie leicht zu finden und lockt den Wanderer dann mit saftig prallen glänzenden Beeren. Doch Vorsicht, die Tollkirsche ist eine unserer giftigsten Pflanzen. Der deutsche Name drückt dies nachdrücklich aus, während der lateinische erst Unverständnis hervorruft, ehe man das Anekdötchen um die Augen unserer ach so schönen Frauen hört.
Diese Geschichte macht die Tollkirsche noch interessanter und so bleibst Du erst recht stehen und betrachtest die Schönheit, auch wenn oder gerade weil das Kosten dieser süßen Früchte (wie so oft) verboten ist.