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Sorga Kleine Wüstung des 20.Jh. im Habichtstal zwischen Mihla und Ütteroda. Oberhalb des sich selbst renaturierenden Abfallsees.

Schwarze Eiche Oft markieren imposante Bäume, meist Eichen oder Linden, wichtige Plätze. Die Eiche am Wegekreuz auf dem Kindl ist nicht nur alt und weithin sichtbar, sondern hat auch eine bewegte Zeit hinter sich. Schwarze Rußstellen künden von natürlichen und künstlichem Feuer. Schnappschuß.

Skulpturen- Wanderweg Zwischen dem Behringer Park und dem Herrenhaus- Hotel in Hütscheroda erstreckt sich über Hesswinkel entlang des Hainich ein Wanderweg, der von oft übermannsgroßen Skulpturen gesäumt ist. Die Skulpturen sind Ergebnis von mittlerweile einigen internationalen Künstlersymposien. Ganz wunderbar ist diese Komposition von Kunst und freier Natur. Auch für Kids gut geeignet, nur sollte man sich je nach Alter auf einen Rundgang Hütscheroda - Hesswinkel u.z. beschränken.

Sukzession Folge verschiedener Pflanzen- und Tiergemeinschaften bei der Erst- oder Wiederbesiedlung von neuem Territorium (z.B. Vulkaninseln) oder nach radikalem Einschnitt (z.B. Brand).
Auf dem ehem. Truppenübungsplatz Kindl fanden Anfang der 80er Jahre riesige Kahlschläge statt. Die Fläche wird heute wieder auf natürliche Weise im Selbstlauf durch eine bunt gemischte Planzengesellschaft besiedelt. Schon erreichen einige schnellwüchsige Bäumchen 3-4m Höhe, während andere Flächen noch Offenland sind. In 100 Jahren wird wohl dort wie überall im Hainich ein Buchenmischwald stehen. Bis dahin ein einmaliges Studienobjekt für Naturvorgänge.

Sulzrieden Ein feuchter (Ried!) Talkessel bei Berka v.d.H. am Eingang des Langen Tals. Grabungen aus den 30er Jahren weisen auf eine der wenigen Siedlungen der Slawen in West- Thüringen (9. oder 10. Jh.) hin. Steil oberhalb auf dem Burgberg liegen undeutliche Wallreste, die nicht zuzuordnen sind. Nicht weit von Sulzrieden sind Mallinde und Malstein.
Heute beginnt sich Sulzrieden zu einem Besucherzentrum des National- Parks zu mausern. Wanderparkplatz, Erlebnispfad, exotisch anmutende Blumen und abwechslungsreiche Wanderwege laden ein.

Staatswald Wegen der zahlreichen Armeegebiete gibt es viel Staatswald im Hainich. Wald, der der Bundesregierung gehört (gehört oder verwaltet?). Während die Stadt Bad Langensalza dem Nationalpark ihren Kommunalwald in die Wiege legte, hörte man, dass Finanzminister hier eher Quellen des Mammon als die der Freude sahen und sich tapfer weigerten. Die Ausfallstraßen des Hainich waren voller Langholzwagen (Buche ist modern), bis dies 1998 durch die Nationalparkgründung ein (vorläufiges?) Ende hatte. Da gab es wohl einige süßsaure Gesichter...

Stendelwurz Eine der "leisen" Orchideen. Die kaum auffallen, wenn man nicht direkt nach ihnen sucht. Die man aus der Hocke von ganz nah betrachten muß.TuŽes!
Mehr im Schatzkästlein Orchideen.

Struppeiche Eiche als Wegemarke an der Kreuzung der heutigen Landstraße zwischen Eisenach und Mühlhausen mit dem Rennstieg. Ein junges Bäumchen setzt die Tradition fort.
Im weiteren Sinne wird der Bergkopf und die Landstraße "Über die Struppeiche" genannt. Die Landstraße quert den Hainich, man kann dessen Profil "erfahren": Scharfe Serpentinen an der Abbruchkante auf Nazzaer Seite, nach Osten sanftes stetiges Gefälle.

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Taternkreuz In der Nähe von Langula am Eingang eines Waldkerbtales findet man das Taternkreuz. Eine Wandertafel weist das Jahr 1593 aus. Lange Zeit war das Kreuz halb verschüttet, jetzt ist der Platz wieder gut hergerichtet.

Tollkirsche Nachtschattengewächs. Strauchartige Staude, bis 150cm, ausdauernd auf Lichtungen. Blütezeit Jun-Aug. Die schwarzen Beeren (Herbst) sind sehr giftig!
Das "belladonna" des lateinischen Namens weist auf die augenweitende Wirkung des enthaltenen Alkaloids hin. Frauen träufelten früher eine Tinktur in ihre Augen um einen glänzenden, leuchtenden Blick zu erhalten. Noch heute wichtiges Mittel des Augenarztes.

Tor zum Hainich Rund um Weberstedt gibt es etliche gestaltete Wanderwege, die zusammen mit dem tw. begehbar gemachten ehemaligen Truppen- übungsplatz einen günstigen Eingang zum Hainich und zum Verständnis der Natur darstellen. Symbolisch steht dort das Tor zum Hainich.

Totenkopf Am Rennstieg etwa in der Mitte zwischen Antoniusherberge und Ihlefelder Wiesen liegt eine flache Erhebung namens Totenkopf. Der Rennstieg macht dort einen kurzen Knick. Auf einer kleinen Lichtung wächst im Frühjahr Gelbstern, am Rande steht die Totenkopf- Schutzhütte, ein eher notdürftiger Verschlag. Im Wegeknick steht ein Grenzstein, bei dem kundige Wanderführer gern verharren und mit dem Bein zufällig im Laub scharrend die Geschichte vom fast vergrabenen Stein erzählen, der wie ein Totenkopf aussehen soll. Und siehe da ...

Treffurt Werra- Kleinstadt am westlichen Hainichrand. Hat eine hochsehenswerte Fachwerk- Altstadt. Das Rathaus und einige andere Gebäude sind liebevoll wiederhergerichtet. Stadt- Lehrpfad. Über allem thronen steile Kalkfelsen, die von der Burg Normanstein mit Gaststätte und Aussichtsturm noch überragt werden. Muß man gesehen haben.

Türkenbundlilie Hätte ich nie nie geglaubt, dass es solche exotischen Schönheiten da draußen in unserem nasskalten Land gibt. Ist aber so. Liliengewächs, bis 120 cm, Blüte Juni, typisch in Buchenwäldern. Natürlich GESCHÜTZT!

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