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Märzenbecher auch Frühlingsknotenblume. Einer unserer ersten wilden Frühlingsboten. (Frühlingshelden- Tour) Dieses sonst eher seltene Narzissengewächs kommt im Hainich an manchen Stellen massenhaft vor und bildet Teppiche, sogar noch im Schnee. Geschützt!

Maiglöckchen auch Maiblume. verbreitetes Liliengewächs warmer Laubmischwälder. Bildet weitverzweigte unterirdische Sprosse, sog. Rhizome. Blütezeit: na rate mal! Rote Früchte. Ganze Pflanze ist giftig! Dem Fingerhut verwandtes starkes Herzgift. Verarbeitet in herzstärkender Medizin und in Schnupftabak.

Mallinde und Malstein Bei Berka v.d.H. auf halbem Weg zum gut ausgeschilderten Wanderparkplatz Sulzrieden lädt ein kleiner Parkplatz zum Verweilen. Auf einer Bergkante sind Malstein und dahinter die Mallinde zu besichtigen. Unheimlich soll es hier gewesen sein. Realer Kern ist, dass hier im frühen Mittelalter ein Gerichtsplatz für Berka und umliegende Siedlungen war, bis der nach Mihla aufs Brachbühl (Propel) verlegt wurde.
Heute beginnt hier der sehenswerte Erlebnispfad für Kinder, werden Waldfeste gefeiert oder man genießt einfach in Ruhe den Ausblick.

Metas Ruh Ausgeschilderter Punkt am Rennstieg zwischen Struppeiche und Wernershausen, oberhalb von Nazza. Nicht weit von hier in Richtung Süden verläßt der Rennstieg den geschotterten Forstweg nach Wernershausen und biegt Richtung Antoniusherberge / Ihlefeld in einen schmalen Waldpfad ab.

Mihlberg Plateau zwischen Mihla, Creuzburg und Ütteroda. Geheimtipp für kürzere Wandertouren. Normannsköpfe, Creuzburger Klippen, Habichtstal und Windmühlen bieten Abwechslung.

Molche Wer denkt, ein Molch sei etwas für feuchte Täler und Flachland, irrt sich zumindest bei den Bergmolchen des Hainich gewaltigt. Solang es nur feucht genug ist, auch im sehr zeitigen Frühjahr, trifft man sie allerorten in den Pfützen oder Panzerkuhlen der Bergkämme. Leuchtend oranger Bauch, schwarz gesprenkelte Seiten.
Der kleine Racker kam nach der Fotosession natürlich wieder mopsfidel in seinen Tümpel, denn alle Arten sind geschützt!

Muschelkalk Bestimmende geologische Formation des Hainich. Überall kann man in Aufschlüssen die blätterteigartigen Schichten des weichen Gesteins besichtigen. Aus Ablagerungen eines Urmeeres entstanden, finden sich mit etwas Glück Fossilien. Die Wasserdurchlässigkeit verursacht einen karstigen Charakter mit schnell verschwindenden Rinnsalen und in Südhanglagen häufige Trockenrasen. Dies alles ergibt die Grundlage für eine charakteristische Flora, die in Mitteleuropa nicht allzu häufig ist und spektakulär sein kann (z.B.Orchideen).

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Nationalpark 1.Naturschutz von nationaler oder gar internationaler Bedeutung, 2.durch Menschen nicht oder wenig verändert bzw. wieder zu natürlichen Landschaften regenerierend 3. Naturschutz, Bildung/ Forschung, Erholung 4.eine der höchsten Schutzkategorien, 5. kaum wirtschaftliche Eingriffe, 6.großflächig, 7.meist mehrere Lebensräume

Naturpark 1.in erster Linie Fremdenverkehrsförderung 2. besiedelte Kulturlandschaft 3.Fremdenverkehr, Erholung, tw. Naturschutz 4.niedrige Schutzkategorie 5.wenig wirtschaftliche Sanktionen, nur Verhinderung der Landschaftszerstörung, 6. großflächig, 7.mehrere Lebensräume incl. menschlicher Siedlungsräume

Naturschutzgebiet 1.Ziel Naturschutz, 2. einzelne Biotope wegen Seltenheit, Eigenarten oder besonderer Schönheit 3.Naturschutz, Forschung, Landeskunde 4.höchste Schutzkategorie 5.keine wirtschaftlichen Aktivitäten, tw. Betretungsverbot 6. eher kleinflächig, 7.meist nur ein besonderer Lebensraum

Naturschutzkategorien siehe unter Naturpark, Landschaftsschutzgebiet, Biospherenreservat, Nationalpark, Naturschutzgebiet

Nazza kleiner Ort am Westhainich an der Strecke Mühlhausen - Eisenach. Unterhalb der Burg Haineck, aktiver Burgverein. Wanderhotel "Zum Buchholz"

Nestwurz Es gibt auch unscheinbare Orchideen. Die schmarotzende Nestwurz z.B. Mehr im Schatzkästlein Orchideen.

Niederdorla kleiner Ort, aber mittlerweile berühmter Ort in der Vogtei südlich von Mühlhausen. Mittlerweile allgemein anerkannt liegt dort der Mittelpunkt Deutschlands, durch eine Eiche symbolisiert. Gleich nebenan befindet sich an einem der bedeutensten urgermanischen Opfermoore ein Freilichtmuseum.

Normannsköpfe Hinter dem Flecken Ebenau zwischen Mihla und Creuzburg zwingt das Muschelkalkplateau des Mihlberg die Werra zu einem Umweg. Die Werra nagte dafür am zerfurchten Hang, so dass 11 Klippen enstanden, die Normannsköpfe heißen. Der Werra-Radwanderweg Creuzburg- Mihla führt rechts der Werra direkt unter den Köpfen durch. Absolut sehenswert, auch für Wanderungen zu Fuß. Eine der beeindruckensten Stellen des gesamten Werratals!

Normannstein Nicht zu verwechseln mit dem Normannsköpfen bei Creuzburg ist der Normannstein mit gleichnamiger Burg über Treffurt. Auf einer langgezogenen Felskante hoch über der Kleinstadt thront die Burg, die eine Gaststätte beherbergt und z.Z. grundlegend saniert wird. Der Turm ist schon fertig und kann gegen Obolus besichtigt werden (Raubrittervergangenheit ;-). Aber auch vom Burghof aus ist die Aussicht überwältigend.

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