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 Relikte Granaten leider nicht allzu ferne Relikte der jüngeren Vergangenheit des Nationalparks als Panzer-Schießplatz. Einigen Stellen im südlichen Hainich sieht man immer noch das zerstörerische Werk an.
Das Schloß in Bischofroda wurde in den 80er Jahren von einem verirrtem Schuß gestreift. Ein Glück, dass die Kinder des damaligen Kindergarten gerade unterwegs waren. Noch kurz nach der neueren Öffnung mussten Rennstieg-Wanderer an einer markierten und nun längst geräumten Panzergranate vorbei.
Kenner können heute noch eine Granate hoch oben im Baum zeigen.

 Relikte Grenzhaus Als die Freie Reichsstadt Mühlhausen sich um 1400 vor dem räuberischen Adel des Eichsfeldes schützen wollte, errichtete sie direkt bei Heyerode ein Grenzhaus. Noch heute steht dort ein Nachfahre der alten Zoll-und Grenzstation, allerdings mit deitlich friedlicherem Zwecke. Forst und ein Künstler haben dort, direkt über der Landstraße, ihr Domizil.

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 alt und gefallen Grenzsteine Der Hainich ist uraltes Grenzland. Einst spähten hier Grenzwachen der heidnischen Thüringer ins bereits christianisierte Reich der Mainfranken.
In der Zeit der Kleinstaaterei war der Hainich in etliche Herrschaften zerrissen, Namen, die heute nur wenige kennen. Aber jedes Fürstchen markierte sein Revier mit Zollbäumen und Grenzsteinen. Von letzteren durchziehen heute noch Reihe um Reihe den Hainich. Besonders an den Kanten der Hochfläche zu den Steilhängen findet sie der aufmerksame Wanderer. Wo mehrere "Staaten" zusammenstießen, stehen Dreiherrensteine.
Zu Beginn des 19.Jh. bildete der Hainich dann die Grenze zwischen bekannteren Herrschaften: Im Norden das Königreich Preussen, im Südwesten das Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, unter dessen Fürsten-Mäzen Weimar zur Klassikerstadt aufblühte. Zwischen Ihlefeld und Totenkopfhütte und an manch anderer Stelle finden sich imposante Grenzsteine dieser Zeit, "KP" und "SWE" weisen die Grenze aus.

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