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Aal Dieser bekannte Fisch war einer der wenigen, die in der Werra häufig anzutreffen war. Der durch den Kaliabbau im mittleren Werragebiet verursachte hohe Salzgehalt läßt es wie ein Wunder erscheinen, dass dies überhaupt noch Fische aushielten. Seitdem der Abbau auf Thüringer Seite plattgemacht wurde, sinkt der Salzgehalt, die Werra bekommt bei Frost wieder eine Eisschicht und Angler frohlocken über eine wachsende Artenzahl.

Altenburg Fast vergessene und verschwundene Wallburg, auch Motte genannt, in der Nähe der Struppeiche. Die Anlage ist im Foto nur noch schwer, vor Ort noch einigermaßen erkennbar. Möglicherweise gehörte sie den Herren von Nazza, bevor der Landesherr mit der Haineck die Hoheit übernahm. Schnappschuß der Woche vom 3.Dez.

Antoniusherberge Im Mittelalter Herberge mitten im Hainich, wo die Verbindungsstraße von Kammerforst und Mihla den Rennstieg kreuzt. Während hier früher Mönche den einsamen Wanderer Rast gewährten, soll später der Sage nach ein habgieriger Herbergsvater Reisende umgebracht und ausgeraubt haben. Als die Sache ruchbar wurde, hoben Vogteier Bürger des Räubernest aus, um die wichtige Verbindungsstraße zwischen Eisenacher und Mühlhäuser Land wieder sicher zu machen.
Heute sind nur noch ein paar Gruben an Waldesrand erahnbar, aber ein zünftiger Wanderrastplatz lädt zum Picknick auf einer herrlichen Waldwiese ein. Die Antoniusherberge stellt heute traditionell die Halbzeit der zweitägigen Hainichrunst dar. Im nahem Kammerforst und Mihla gibt es zünftige Wanderherbergen.

Aronstab, exotisch anmutendes heimisches Bodengewächs. Im Frühjahr mit ungewöhnlichem Blütenblatt (Schnappschuß), dann unscheinbar bis im Spätsommer roter Beerenstand (Schnappschuß) leuchtet. Im Hainich an feuchten Stellen häufig anzutreffen.

Artelsbach Einer der wenigen Bäche des karstartigen Muschelkalk-Höhenzuges. Entspringt im Mihlaer Tal, stetiger Zufluss durch den malerischen Horschelborn, um bei Mihla die Werra zu erreichen. Selbst dieses muntere Bächlein versiegt im Sommer oft im unteren Teil.

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 Bärlauchwald Bärlauch Liliengewächs, Blattform ähnelt dem giftigen (!) Maiglöckchen, aber vor der Blüte (Apr - Mai) unverwechselbar kräftig nach Knoblauch riechend, essbar z.B. als Brotaufstrich, bildet an feuchteren Stellen im Hainich ausgedehnte reine Bestände. Eines der Frühblüher-wunder des Hainich.

Bahners Grab Grabstätte des Besitzers vom Vorwerk Wernershausen, Wilhelm Bahner, gest. 1947, unweit östlich vom Vorwerk am Waldesrand gelegen. Etliche Wanderwege führen hier vorbei. Die Eibenbepflanzung wurde vor kurzem erneuert.

Behringen Größeres Dorf am Südzipfel des Hainich. Im sehenswerten Behringer Park beginnt oder endet die Hainichrunst. Behringen betreibt eine interessante Website.

Beratungsstellen siehe Nationalpark - Infos

Berka vor dem Hainich Dorf an der Westseite des Hainich. Schloss mit Teich, Wanderparkplatz Sulzrieden, Kinder-Erlebnispfad, Wanderungen durch Langes Tal und über den nördlichen Teil des ehemaligen Truppen- Übungsplatzes Kindl

Berkaer Schießplatz bei Berka v.d.H. am LangenTal / Sulzrieden gelegen. Hier wurden zu Anfang des 20.Jh. in Eisenach produzierte Geschütze eingeschossen. Die 2 Einschlaggebiete sind am abgesetzten Baumbewuchs noch zu erkennen.

Betteleiche heimliches Wahrzeichen des Hainich, uralte Eiche am Rennstieg bei der Wüstung Ihlefeld. Die Sage erzählt, dass Mönche des Antoniuskloster und Betende ihre Weihgaben in eine Höhlung des Baumes legten. Im Laufe der Zeit entstand ein Tunnel, den man heute bequem durchschreiten kann. Doch bitte, gehe sorgsam um mit diesem Denkmal, Schnitzerei und Stochern im Mulm ist im Interesse aller tabu!

Bienenragwurz einheimische Orchidee, sehr selten, natürlich geschützt. Mein Favorit unter den Orchideen. Schnappschuß der Woche vom 16.Juni, mehr bei der Orchideenwanderung

Biospherenreservat 1.UNESCO- Modellregionen zur naturverträglichen Nutzung durch den Menschen, mit strengeren Schutzteilen2. vom Menschen geprägte Kulturlandschaften 3.naturverträgliche Wirtschaft, Naturschutz, 4.Schutz der Kulturlandschaft, tw. Schutzkategorie 5.traditionelle oder naturverträgliche wirtschaftlichen Aktivitäten 6. eher großflächig, 7.vielfältige Lebensräume

Bischofroda Gemeinde (knapp 700 Einw.)an der Westseite des Hainich, direkt am Nationalpark. Ist geprägt durch Fachwerkhäuser, im Zentrum ein prachtvoll saniertes Fachwerkschloss (1752) mit Standesamt. 1992 Landessieger "Unser Dorf soll schöner werden", 1993 3.Platz bundesweit

Buche mit AugenzeichnungBuche Buchenmischwald ist die natürliche Waldform Mitteleuropas. Kelten und Germanen lagen nicht unter Eichen oder Fichten, sondern unter Buchen auf ihren Bärenfellen. Erst ab dem Mittelalter verdrängte der Mensch die Buche. Der Hainich als größtes zusammenhängende Buchenwaldgebiet Mitteleuropas ist also Heimat so wie sie unsere Urahnen sahen.
Amüsant ist das Verwechselspiel der Arten: Die Rotbuche ist nicht rot, sondern grau. Rot ist die Blutbuche, eine häufig in Parks gepflanzte Varietät. Die Hain- oder Weißbuche ist gar keine Buche, sondern ein Haselnußgewächs.

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