9. Februar
Sagenhaftes
  Ihlefeld
Ihlefelder Kreuz
Dicht neben der Eisernen Hand führt ein Steg über einen Trampelpfad 20 m in den Laubwald zu einem geheimnisvollen mannshohem Steinkreuz. Vermutlich zwischen 1400 und 1450 entstanden, ist es das älteste im Hainich. Vor nicht allzulanger Zeit erst wieder aufgerichtet und im eigentliches Kreuz kunstvoll wieder zusammengesetzt, bietet es auf der einen Seite nur einen bemoosten Anblick. Auf der anderen Seite regt jedoch eine halb verwischte Zeichnung die Phantasie an wie kaum ein anderes Artefakt des Hainich: Gerade noch erkennen kann man die Beine eines gestürzten Mannes und eines Bären sowie einen quer über das Bild verlaufenden Spieß. Was ist hier passiert? Eine Jagdtragödie? Wilde Bären?
Die Geschichte läßt uns im Dunkeln, auch die zahlreichen Sagen schweigen sich aus. Es war jedoch Jahrhunderte lang üblich an Wegrändern mit Steinen an Unglücke zu erinnern, insofern würde der Gedanke eines Jagdunfalls schon passen. Zwar ist der heutige Weg ein paar Meter entfernt, aber dies könnte bei einer jüngeren Wegbegradigung geschehen sein.
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© Februar 2001
Hainichwanderer
Ihlefelder Kreuz
eine geheimnisvolle Zeichnung