9. Februar
Sagenhaftes
  Ihlefeld
Wüstung Ihlefeld
Ihlefeld ist eine moderne Wüstung. Auf uralte Mönchsvorläufer zurückblickend, waren die einst stattlichen Gehöfte des Ihlefeld in den letzten gut Hundert Jahren alles: Gutshof, Forsthaus, Gasthof, Konsum. Zu jeder Zeit beliebtes Wanderziel auf dem Kamm des Hainich. Im kalten Krieges wurden die benachbarten Schießplätze ausgedehnt, Ihlefeld wurde geräumt und verfiel schnell. Nach der Wende fanden erste Wanderer im wieder freigegebenen Terrain noch etliche Mauerreste vor, Ruinen zwar, aber noch stehend. Die Rennstieg-Pioniere dieser Zeit markierten denn auch den Verlauf des Höhenweges an einer solchen Mauer. Doch danach hat noch mal jemand "aufgeräumt", wahrscheinlich als Andenken liegt dieser eine Mauerbrocken mit Markierung am Wegesrand, im Hintergrund gähnen einige schwarze Löcher aus liederlich zugeschütteten Kellern.
 
Ihlefeld liegt wüst.
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© Februar 2001
Hainichwanderer
Mauerrest mit Rennstieg-Markierung
Schwarzes Loch eines zugeschütteten Kellers